Zum Warenkorb
Zurück
Tickets auswählen

Eintritt Erwachsene
Eintritt Gruppe ab 10 Personen
Eintritt Familie
Jahreskarte




Zurück
Anzahl wählen

Eintritt Erwachsene
€ 8.00 / Stk.

Ab 10 Einzelkarten empfehlen wir die ermäßigten Gruppenkarten, wenn Sie als Gruppe kommen!

Bitte Menge auswählen

Zum Warenkorb hinzufügen
Weiter einkaufen
Anzahl wählen

Eintritt Familie
€ 13.00 / Stk.
Anzahl der Kinder



Bitte Menge auswählen

Zum Warenkorb hinzufügen
Weiter einkaufen
Anzahl wählen

Eintritt Gruppe ab 10 Personen
€ 6.00 / Stk.

Bitte mindestens 10 Stück auswählen

Zum Warenkorb hinzufügen
Weiter einkaufen
Jahreskarte Personalisieren

Jahreskarte
€ 15.00 / Stk.
Vorname*:

Nachname*:

Geburtsdatum*:

E-mail:



Bitte alle Pflichtfelder(*) ausfüllen!

Zum Warenkorb hinzufügen
Weiter einkaufen
OK
OK
100 Jahre Nationalratswahlen: Wie haben sich die WählerInnen verhalten?
Vor 100 Jahren wurde erstmals in der Republik gewählt. Das SORA Institut gibt gemeinsam mit dem Haus der Geschichte Österreich erstmals Einblicke in die WählerInnenströme aller Nationalratswahlen

Insgesamt gab es nach der Wahl der Konstituierenden Nationalversammlung am 16. Februar 1919 26 Nationalratswahlen, davon vier in der Ersten Republik und 22 in der Zweiten.  Auf dieser Seite präsentieren wir kleine Highlights aus der Analyse historischer WählerInnenströme, die sie in vollem Umfang inklusive Videos aus den Wahlkämßpfen als neue interaktive Station in der Ausstellung  Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918  erleben können. Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren möchten, klicken Sie hier.

1919: Wahl zur Konstituierenden Nationalversammlung

1920: 1. Nationalratswahl

Die vielen deutschnationalen und deutschliberalen Parteien hatten sich 1920 in der Großdeutschen Volkspartei einerseits und der Deutschösterreichische Bauernpartei andererseits (später entwickelte sich daraus der Landbund) zusammengeschlossen. Erstmals angetreten, konnten sie 1920 aber nur rund ein Drittel der deutschnational orientierten WählerInnenschaft von 1919 für sich gewinnen. Der größte Teil aus diesem Lager (über 40%) wanderte 1920 zu den NichtwählerInnen.

1923: 2. Nationalratswahl

Die Nationalratswahl 1923 stand ganz im Zeichen der Genfer Sanierungsverträge. Die Christlichsozialen (CSP) mit 44,1% konnten ihre Wahlergebnisse deutlich verbessern. Sie sahen das Ergebnis als Zustimmung der ÖsterreicherInnen zur Arbeit des Bundeskanzlers Ignaz Seipel und damit zum eingeschlagenen Sparkurs. Beide großen Parteien konnten bei dieser Wahl NichtwählerInnen des Jahres 1920 mobilisieren – die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) gewann dazu und kam auf 39,6%.

1927: 3. Nationalratswahl

1930: 4. und letzte Nationalratswahl der Ersten Republik 

Für diese Wahl gründete Bundeskanzler Schober, der bis dahin parteilos geblieben war, eine eigene Partei, den Nationalen Wirtschaftsbund. Er war zu den deutschnationalen Parteien zu rechnen, wurde aber drittstärkste Kraft (mit 12,8%) und schnitt damit im Vergleich zu früheren Wahlergebnissen des deutschnationalen Lagers relativ erfolgreich ab. Die Hälfte seiner Stimmen gewann er von der Einheitsliste, nicht ganz ein Viertel stammte vom Landbund und der Rest von den übrigen Parteien.

1933–1938

Dollfuß-Schuschnigg-Diktatur

Nach der Ausschaltung des Parlaments 1933 wurde die Republik Österreich in eine Diktatur umgebaut. Die 1934 erlassene Verfassung schaffte den Nationalrat auch offiziell ab, er wurde daher nicht mehr gewählt.

 

1938–1945

NS-Herrschaft in Österreich

1938 wurde Österreich in das nationalsozialistische Deutsche Reich eingegliedert. Während der NS-Herrschaft wurden keine demokratischen Wahlen durchgeführt. Das Parlamentsgebäude an der Wiener Ringstraße wurde durch die NSDAP übernommen und für die Verwaltung und Repräsentation der Partei genutzt. Nach der Befreiung 1945 war die erste Aufgabe einer provisorischen Regierung gemeinsam mit der alliierten Verwaltung die ersten Nationalratswahlen der 2. Republik vorzubereiten.

1945: 5. Nationalratswahl insgesamt und erste Wahl des Parlaments in der Zweiten Republik

1949: 6. Nationalratswahl

Bei der Nationalratswahl 1949 waren um 940.000 Personen mehr wahlberechtigt als noch 1945: Bei rund der Hälfte handelte es sich um „minderbelastete“, ehemalige NSDAP-Mitglieder, die 1945 von der Wahl ausgeschlossen, 1949 aber wieder wahlberechtigt waren. Die andere Hälfte waren Personen, die sich 1945 noch in Kriegsgefangenschaft befunden hatten sowie Flüchtlinge, die seit 1945 eingebürgert worden waren. Die Stimmen all dieser seit 1945 hinzugekommenen Gruppen verteilten sich relativ gleichmäßig auf ÖVP (31%), SPÖ (31%) und WdU (24%). Beim deutlich kleineren WdU, der Wahlpartei der Unabhängigen, kam jedoch jede zweite Stimme aus dieser Gruppe.

1953: 7. Nationalratswahl

1956: 8. Nationalratswahl

1959: 9. Nationalratswahl

1962: 10. Nationalratswahl

1966: 11. Nationalratswahl

Die ÖVP konnte 1966 unter Spitzenkandidat und Bundeskanzler Josef Klaus mit 96% der WählerInnen, die sie erneut wählten, die höchste „Behalterate“ einer Partei bei Nationalratswahlen in der Geschichte der Republik verbuchen. Sie gewann außerdem viele ehemalige FPÖ-WählerInnen (16%) für sich.

1970: 12. Nationalratswahl

Bei der Nationalratswahl 1970 überholte die SPÖ die ÖVP und wurde stärkste Partei. Die SPÖ trat erstmals unter Bruno Kreisky an, der zu dieser Zeit noch wenig Rückhalt in der Partei hatte. Durch die Verbreitung des Fernsehens wurde der erste TV-Wahlkampf möglich.

Die Zugewinne der SPÖ kamen vor allem von der ÖVP und den NichtwählerInnen. Auch die FPÖ verlor an die SPÖ, konnte die Verluste aber durch Zugewinne von der ÖVP und den NichtwählerInnen ausgleichen.

1971: 13. Nationalratswahl

1975: 14. Nationalratswahl

1979: 15. Nationalratswahl

1983: 16. Nationalratswahl

1986: 17. Nationalratswahl

1986 traten die Grünen als gemeinsame Liste an und die FPÖ mit einem neuen Parteiobmann, Jörg Haider. Die ÖVP verlor an die FPÖ und an die Grüne Alternative, die mit Spitzenkandidatin Freda Meissner-Blau erstmals den Einzug in den Nationalrat schafften. Die Stimmen für diese Partei kamen vor allem von den Vorläuferparteien Alternative Liste Österreich (ALÖ) und Vereinte Grüne Österreichs (VGÖ), die beide 1983 am Einzug in den Nationalrat gescheitert waren.

1990: 18. Nationalratswahl

Die FPÖ konnte als drittstärkste Kraft deutlich dazugewinnen. Ihre Strategie, sich von der dritten Position aus als große Herausforderin der Großparteien darzustellen, war somit erfolgreich.

Die SPÖ verlor zwar deutlich an die FPÖ, konnte die Verluste aber durch Zugewinne von der ÖVP in etwa ausgleichen. Die ÖVP verlor gleichermaßen an SPÖ und FPÖ und etwas geringer an die NichtwählerInnen.

1994: 19. Nationalratswahl

1995: 20. Nationalratswahl

1999: 21. Nationalratswahl

2002: 22. Nationalratswahl

Vor der Nationalratswahl 2002 hatte der Knittelfelder Parteitag der FPÖ zu einem Machtwechsel innerhalb der Partei und zum Rücktritt mehrerer FPÖ-MinisterInnen geführt.

Bei den darauf folgenden Nationalratswahlen verlor die FPÖ fast zwei Drittel ihrer Stimmen. 630.000 Stimmberechtigte, das ist die Hälfte der FPÖ-WählerInnen, wechselten zur ÖVP. Das stellt den mit Abstand größten Wählerstrom in der Zweiten Republik dar. Die Behalterate ist mit 29% die niedrigste FPÖ-Behalterate bei Nationalratswahlen. Die ÖVP wurde durch den großen Zustrom an FPÖ-WählerInnen und kleineren Zugewinnen von den anderen Parteien und NichtwählerInnen klar Wahlsiegerin (42,3%).

2006: 23. Nationalratswahl

2008: 24. Nationalratswahl

2008 trat der eigentliche Gründervater des BZÖ (Bündnis Zukunft Österreichs), Jörg Haider, erstmals als deren Spitzenkandidat an.

Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP mussten starke Verluste hinnehmen, während die FPÖ unter Heinz-Christian Strache und eben das BZÖ dazugewannen. Die SPÖ verlor vor allem WählerInnen an die FPÖ, während die ÖVP stärkere Verluste an das BZÖ verzeichnete.

2013: 25. Nationalratswahl

2017: 26. Nationalratswahl

Bei der Wahl 2017 gewannen die Parteien in Summe mehr von den NichtwählerInnen als sie an sie verloren, die Wahlbeteiligung stieg so auf genau 80%, den höchsten Wert seit 2002.

2019: 27. Nationalratswahl

Am 29. September 2019 finden vorgezogene Neuwahlen statt – nutzen auch Sie das Recht zur allgemeinen, gleichen und geheimen Wahl, das es seit 100 Jahren gibt.

 

 

Mehr entdecken

Viele Details mehr finden Sie in einer einzigartigen interaktive Station zu allen Nationalratswahlen  – jetzt in der Ausstellung Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918 im Haus der Geschichte Österreich: Erforschen Sie dort die Bewegungen zwischen allen Parteien bei allen Wahlen, beobachten Sie die Mandatsverteilung, schlagen Sie die SpitzenkandidatInnen nach oder lassen Sie sich ein auf die Berichterstattung zu den Wahlen im ORF-Fernsehen und in den Wochenschauen.

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation des SORA Instituts mit dem Haus der Geschichte Österreich. Es wurde gefördert durch das Bundeskanzleramt der Republik Österreich und das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung. 

 

SORA Team:

Christoph Hofinger, Günther Ogris, Evelyn Hacker, Corinna Mayerl, Paul Ogris

 

hdgö Team:

Monika Sommer, Stefan Benedik, Eva Meran, Enid Wolf

 

Unterstützende Historiker: Dirk Hänisch, Thomas Hoffmann, Nikolaus Thoman

 

Datenquellen: Dirk Hänisch, Thomas Hoffmann, wahldatenbank.at, BMI, SORA

 

Design Webpage: treat.agency

 

Grafik: datenwerk innovationsagentur GmbH

 

Mitarbeit Longread: Fyodor Shulgin