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Foto vermutlich von Semen Stojanowski, Wien, 12.4.1945, ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung
Der brennende Dom als Symbol des Neuanfangs

Der brennende Dom markierte den „absoluten Nullpunkt des Jahres 1945“ und wurde damit zum „Ausgangspunkt für den Aufstieg des Landes“ (Wolfgang Kos).  

Die symbolische Aufladung von Zerstörung und Wiederaufbau spiegelt sich auch in der medialen Berichterstattung und insbesondere jenen Bildern, die zu Ikonen wurden. Zwei der beiden immer wieder publizierten Fotografien stammen vermutlich vom sowjetischen Kriegsberichterstatter Semen Stojanowski, darauf sind der bereits zur Hälfte eingestürzte Dachstuhl und auf einer Aufnahme im Vordergrund zwei sowjetische Soldaten zu sehen. Eine weitere Fotografie des Brandes vom 12. April 1945 wurde vom Pressefotografen Albert Hilscher verbreitet. Für den Abdruck des Bildes ergänzte dieser Rauchschwaden durch Retusche, um den Eindruck des Brandgeschehens visuell zu verstärken. Die Innenstadt und große Teile Wiens waren an diesem Tag bereits befreit, während in den Außenbezirken noch Kampfhandlungen stattfanden. Am folgenden Tag, dem 13. April 1945, war der Kampf um Wien zu Ende.   

 

Besonders die ersten beiden Aufnahmen von ein- und demselben Motiv wurden medial weit verbreitet – nicht nur zum Zeitpunkt des Geschehens, sondern auch noch Jahrzehnte danach. Dadurch entstand die Bildikone des brennenden Doms als stellvertretendes Symbol für die Zerstörung Wiens in den letzten Kriegstagen und für Österreich als Opfer im Zweiten Weltkrieg überhaupt. 

 

Um den Brand des Doms halten sich bis in die jüngste Vergangenheit zahlreiche Legenden. Je nach politischer Interessenlage galten der Beschuss durch die abziehende SS oder alliierte Bombentreffer als Ursache für die Zerstörungen. 1952 stellte die Erzdiözese Wien nochmals klar, dass diese Darstellungen unzutreffend seien. Funkenflug von den benachbarten Gebäuden hatte den Dachstuhl in Brand gesetzt. Tagelang wurde versucht, die Glutnester zu löschen. Das Fehlen von Löschwasser und der vom NS-Regime befohlene Abzug der Wiener Feuerwehr verhinderten eine Eindämmung des Brandes. Die Zerstörung des Daches führte letztendlich zum Einsturz von Teilen des Gewölbes und maßgeblichen Schäden im Innenraum. Die fotografische Dokumentation durch Lucca Chmel ist ein anschauliches Zeugnis dieser Zerstörungen.   

Im Dezember 1945 stellte ein Beitrag in den westdeutschen Kinonachrichten ebenfalls die NationalsozialistInnen als Verantwortliche für den Brand des Domes dar. Durch diese Einordnung der Ereignisse, die für prominente Bauwerke in vielen anderen Städten Europas stimmt, wurde über den Ursprung des Feuers am Wiener Stephansdom aber eine langlebige Falschmeldung in Umlauf gebracht.